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Schirmchen & Schallschlauch pflegen und ersetzen

Schirmchen und Schallschläuche sind Verschleißteile bei Hörgeräten. Regelmäßig wechseln verhindert Pfeifen, schlechte Klangqualität und Ohrenentzündungen.

// stand 05·2026 · zuletzt verifiziert 2026-05-15

Was sind Schirmchen - und warum die Form so wichtig ist

Schirmchen (auch Domes genannt) sind die kleinen Silikon-Aufsätze am Ende des Schallschlauchs oder des Hörers im Gehörgang. Sie halten das Hörgerät an Ort und Stelle, leiten den Schall ins Ohr und fangen einen Teil des Ohrenschmalzes ab, bevor er die Technik erreicht.

Neben den Größen S, M und L unterscheiden sich Schirmchen vor allem in der Form, und die ist keine Geschmacksfrage: Offene Schirmchen lassen Umgebungsschall natürlich passieren - angenehm bei leichtem Hochton-Verlust, weil die eigene Stimme nicht dröhnt. Geschlossene und Doppel-Schirmchen dichten stärker ab und ermöglichen mehr Verstärkung ohne Rückkopplung - nötig bei stärkerem Hörverlust. Wechseln Sie die Form deshalb nie auf eigene Faust: Ein anderes Schirmchen verändert die Akustik, und die Einstellung Ihres Geräts passt dann nicht mehr.

Wann wechseln?

Als Faustregel alle drei bis sechs Monate, je nachdem wie viel Cerumen Ihr Gehörgang produziert. Deutliche Signale, dass es so weit ist: Das Hörgerät pfeift, klingt gedämpft, oder das Schirmchen sitzt nicht mehr fest und drückt. Ein hart oder milchig gewordenes Schirmchen gehört ebenfalls ersetzt - das Silikon altert durch Hautfett und Wärme.

Beim Akustiker ist der Wechsel meist im Service-Paket enthalten und dauert eine Minute. Für den Eigenkauf gibt es Original-Sets ab etwa 5 Euro in Apotheke oder Versandhandel - achten Sie exakt auf Hersteller, Modellreihe und Größe, die Aufsätze sind untereinander nicht kompatibel.

Cerumenfilter: der unterschätzte Cent-Artikel

Bei RIC- und Im-Ohr-Geräten sitzt unter dem Schirmchen zusätzlich ein winziger Cerumenfilter direkt vor dem Hörer. Er ist der günstigste Schutz für das teuerste Bauteil: Ein verstopfter Filter ist der häufigste Grund für ein scheinbar totes oder dumpfes Hörgerät. Wechseln Sie ihn etwa alle vier bis acht Wochen mit dem beiliegenden Wechselstift - das Prinzip ist bei allen Herstellern gleich: alte Seite einstechen und herausziehen, neue Seite eindrücken, fertig.

Schallschlauch beim klassischen HdO

Beim klassischen Hinter-dem-Ohr-Gerät verbindet der Schallschlauch das Gehäuse mit der Otoplastik. Er hält sechs bis zwölf Monate: Wird er gelb, hart oder rissig, leidet zuerst der Klang, dann der Sitz. Der Austausch beim Akustiker dauert wenige Minuten und ist oft kostenlos; geübte Träger wechseln mit einem DIY-Set auch selbst. Wichtig danach: Die Schlauchlänge muss exakt stimmen, sonst zieht oder drückt das Gerät hinter dem Ohr.

Übrigens gehören Schirmchen und Schlauch zur täglichen Pflege dazu - wie das in drei Minuten geht, zeigt Hörgeräte richtig reinigen.

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